Hochtaunuskreis: Gefühlte Sicherheit versus Kriminalstatistik

Jedes Jahr veröffentlicht der amtierende Innenminister der Bundesrepublik Deutschland die aktuellen Statistiken zum Thema Kriminalität in Deutschland. Das war zumindest in den letzten Jahren stets ein erfreulicher Anlass, vor die versammelte Presse zu treten. Seit Jahren sinken die Deliktzahlen in der Bundesrepublik.
Der Hochtaunuskreis mit seinem Verwaltungssitz Bad Homburg gehört zu den Kreisen mit einer glänzenden Kriminalstatistik. Wie im gesamten Bundesdurchschnitt sinken auch hier die ohnehin niedrigen Fallzahlen. Dennoch fühlen sich immer mehr Bürger nicht sicher im Kreis. Das belegt nicht zuletzt die steigende Nachfrage nach Sicherheitstechnik und die Auftragslage der Detektive. Zwischen Kriminalstatistik und gefühlter Sicherheit liegen Welten.

Sicherstes Land der Welt

Ein Satz dürfte Bundesbürgern bei der Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik 2018 im Kopf geblieben sein. Innenminister Horst Seehofer sagte, Deutschland sei eines der sichersten Länder der Welt. Die Sicherheitslage zwischen Flensburg und Konstanz sei so glänzend wie noch nie in den vergangenen Jahren. Für Bad Homburg und den Hochtaunuskreis offenbaren niedrige Zahlen ebenfalls eine objektive Sicherheit.
Die Polizei in der Kurstadt kann fast jedes zweite Delikt aufklären. Das spricht für eine gute Arbeit. Eine gute Aufklärungsquote ist jedoch nur die eine Seite der Medaille. Auf der anderen Seite bleiben immer noch zahlreiche Delikte, die ungelöst bleiben. Das beeinflusst das subjektive Sicherheitsempfinden und macht den Bürgern im Kreis Sorge. Immer mehr Menschen in der Region setzen daher auf die professionelle Arbeit der Detektei Bad Homburg.

Polizei und Feuerwehr sorgen für Sicherheit
Polizei und Feuerwehr sorgen für Sicherheit
Bild von Rico Löb auf Pixabay

Private Ermittlungen mit Erfolg

Mit 50 Prozent ist die Aufklärungsquote in Deutschland im weltweiten Vergleich hoch. Im Hochtaunuskreis liegt die Quote über dem Bundesschnitt. Sechs von zehn Straftaten werden aufgeklärt. Im Umkehrschluss bedeutet das auch vier nicht aufgeklärte Straftaten. Um an das eigene Recht zu kommen, greifen auch in Bad Homburg mehr Einwohner auf die Arbeit von Privatdetektiven zurück.
Die Arbeit der privaten Ermittler hat gar nichts mit dem Bild gemein, das gestellte Dokumentationen auf Privatsender wie RTL oder Sat.1 darstellen. Die Arbeit der Detektive ist von großer Bedeutung. Sie fußt auf ein solides Handwerk. Fehler oder schlampige Arbeit kann Beweise vernichten oder vor Gericht unbrauchbar machen. Nicht selten gewinnen Kläger vor Gericht nur dank gerichtsverwertbarer Beweise, die von der beauftragten Detektei gefunden wurden.

Fälle für den Detektiv

In Bad Homburg dürfen private Ermittler immer dann zum Einsatz kommen, wenn ein berechtigtes Interesse des Auftraggebers vorliegt. Aus ungerechtfertigten oder niederen Beweggründen ermitteln Detektivbüros nicht. Sie arbeiten nicht nur im Sinne des Auftraggebers. Bei ihrer Arbeit müssen sie auch die berechtigten Interessen der observierten Person respektieren.
Auftraggeber sind im Hochtaunuskreis Privatpersonen, Unternehmen und Institutionen. Das beweist, wie vielschichtig die Arbeit der Ermittler ist. Zunehmend von Bedeutung ist die Wirtschaftskriminalität. Die Nähe zum Finanzstandort Frankfurt mit großen Unternehmen und Geldinstituten wie die Deutsche Bank oder Commerzbank hat Auswirkungen auf Bad Homburg und das Umland.

Subjektive Sicherheit steigern

Mit der Unterstützung von privaten Ermittlern fühlen sich Privatpersonen sicherer. Es steigert nicht nur das subjektive Sicherheitsempfinden von Familien, die mit Kindern in Bad Homburg leben, wenn Ermittlungen durch private Detektive laufen. Für die jährlich veröffentlichte Kriminalstatistik ist es indes nicht von Bedeutung, wie Straftaten aufgeklärt werden. Wie viele Fälle erst durch die Arbeit von Detekteien gelöst werden, geht aus der Statistik nicht hervor. Zudem muss die Person die Ermittlungen auch bei der Polizei anzeigen, damit sie in die Statistik eingeht. All das führt zu einem gestörten Verhältnis zwischen subjektivem Sicherheitsempfinden und der Kriminalstatistik. 

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